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Psychosomatische Hintergründe craniomandibulärer Dysfunktionen

und deren Therapie

Im Unterschied zu akuten Schmerzen haben chronische Schmerzen ihre Warnsignalfunktion überwiegend verloren und werden heute als eine eigenständige Krankheitsgruppe verstanden. Zu diesem Verständnis haben ganz wesentlich auch neurobiologische Erkenntnisse der letzten Jahre beigetragen. Danach spielt bei chronischen Schmerzen die zentrale Verarbeitung im Rahmen des Zusammenspiels verschiedener Zentren im Gehirn eine wesentliche Rolle. Diese Zentren sind eng verbunden mit den für die Stressverarbeitung zuständigen Hirnarealen.

Im Rahmen des Kurses werden diese neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse dargestellt und daraus praktische Konsequenzen für den zahnärztlichen Alltag im Umgang mit chronischen Schmerzpatienten skizziert. Es werden Hinweise für die Durchführung einer differentialdiagnostischen Abklärung der verschiedenen, chronische Schmerzen verursachenden Mechanismen gegeben. Eingegangen wird auch auf Grenzen zahnärztlicher Behandlungsmöglichkeiten bzw. erforderliche fachübergreifende Kooperationsstrukturen. Ein erfolgreiches Management dieser Problempatienten ist auch ein Betrag für ein besseres Funktionieren von Praxisabläufen.

Im praktischen Teil wird anhand eines Videobeispieles Diagnostik und Differentialdiagnostik ebenso wie der therapeutische Verlauf aus psychosomatischer Perspektive illustriert. Die Erkennung solcher Patienten mit Hilfe psychometrischer Fragebogen wird praktisch durchgeführt.

Termin(e)

Freitag, 28.09.2018, 14:00-19:00 Uhr
Samstag, 29.09.2018, 09:00-16:00 Uhr

Ort

Fortbildungsinstitut, Möllner Landstraße 31, 22111 Hamburg

Referent(en)

Prof. Dr. Ulrich T. Egle, Gengenbach